Beiträge

Alle Akteure an Bord: Stakeholder, Mitarbeiter & Kunden in die Unternehmenswertsteigerung einbinden

Ein Unternehmensverkauf bedeutet Veränderung. Bereits in der Vorbereitung werden alle Bereiche werden einer strategischen Prüfung unterzogen und bei Bedarf umgebaut. Bei Mitarbeitern, Kunden, Zulieferern und Stakeholdern kann dieser Prozess Verunsicherung und sogar Ängste auslösen, die dem eigentlichen Ziel – der Unternehmenswertsteigerung – entgegenstehen. Deshalb ist es umso wichtiger, Team und Partner mit auf die Reise zu nehmen. Wie kann das gelingen?

Strategie frühzeitig festlegen: Wer sein Ziel kennt, kann es kommunizieren und damit Ängste abbauen. Wo liegen die kritischen Bereiche? Wer ist involviert? Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, das soziale Umfeld?

Dialog suchen: Nichts verursacht mehr Verunsicherung als fehlende Kommunikation und mangelnde Transparenz. Wo die Kommunikation ausbleibt, wachsen imaginäre Schreckensszenarien gen Himmel. Genau das gilt es zu vermeiden, deshalb: Frühzeitig den Dialog mit der Belegschaft suchen, offen über Zielsetzung und Vorteile sprechen.

Ängste ernstnehmen: Jeder Wandel löst Ängste aus. Ein strategischer Unternehmensumbau wird Arbeitsplätze und Zusammenarbeit verändern, Verantwortungen wechseln. Hier kommt es auf die Wertehaltung des Unternehmers an – gibt sein Führungsstil das Vertrauen, das der Wandel der richtige Schritt ist? Wie ist die Unternehmensphilosophie beschaffen, wie die interne Kultur?

Politisches Umfeld einbeziehen: Ein Unternehmen ist mehr als die Summe seiner Mitarbeiter. Wo liegen die Verbindungen in die Region – Stichwort Steuereinnahmen, Standortpolitik und Arbeitgeberimage? Wie werden sie von den Veränderungen erfasst? Hier frühzeitig den Austausch mit der Politik zu suchen, gestaltet den Wandel als Chance für alle Beteiligten und bringt vielleicht sogar frische Perspektiven.

Altlasten abbauen: Umfangreiche Verpflichtungen und Verstrickungen wirken abschreckend auf Investoren. Ist das Unternehmen zu abhängig von diesen äußeren Faktoren, wird das schnell zum Dealkiller – deshalb ist es entscheidend, hier klar zu kommunizieren. Ein offener Umgang mit diesen Aspekten kann sich sogar zum Mehrwert entwickeln – etwa, wenn die die Standortbedingungen besser sind als an den anderen des Investors.

Exit Planning: die richtige Strategie zum richtigen Zeitpunkt

In einer Geschäftsfeld, die geprägt ist von disruptiven Ereignissen, schnellem Wandel und asymmetrischen Konkurrenzen, ist die strategische Unternehmenswertsteigerung für jeden Unternehmer von Bedeutung, ganz gleich, ob er bereits den eigenen Exit plant oder das Unternehmen erst aufbaut. Für viele Unternehmer kommt der Verkauf schneller als geplant, deshalb lohnt die Vorbereitung in jedem Fall. Den eigenen Marktwert zu kennen, wirkt sich immer positiv auf die eigene Verhandlungsposition und zukünftige Management Entscheidungen aus.

Alle Unternehmen profitieren von einer Exit Strategie

Wer die Investorenattraktivität immer im Blick hat, wird bessere Personalentscheidungen treffen und die Abhängigkeit von der eigenen Person sowie von einzelnen Mitarbeitern, Zulieferern und Partnern bewusst reduzieren. Weiter werden Prozesse besser dokumentiert und umfassender automatisiert, auch Digitalisierung und technische Reife erfahren zwangsläufig mehr Aufmerksamkeit, statt auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben zu werden. Effizienz, Produktivität und Skalierbarkeit beeinflussen jede Entscheidung und sorgen dafür, dass das Unternehmen nicht nur schneller wächst, sondern auch profitabler wird – alles Aspekte, die ein Unternehmen in den Augen eines Investors attraktiv machen.

Entscheidend vor allem für KMUs: Die strategische Unternehmenswertsteigerung

Ein Verkauf entlang finanzieller KPI’s lohnt sich für Investoren fast ausnahmslos für Unternehmen über einem Umsatz von 20 Millionen. Unterhalb dieser Grenze ist der Aufwand für Investoren hoch, die Gewinne bleiben gering. Umso wichtiger ist deshalb die strategische Unternehmenswertsteigerung. Kleine und mittelständische Unternehmen werden vor allem aufgrund ihrer strategischen Bedeutung von entsprechenden Investoren gekauft und sollten deshalb gezielt an dieser arbeiten.

Die Antwort auf die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für die Vorbereitung des Firmenverkaufs ist, lautet deshalb immer: jetzt. Ganz gleich, ob der Zeitpunkt des Verkaufs bereits absehbar ist oder noch in ferner Zukunft ist – von der strategischen Analyse profitiert jedes Unternehmen.

Wenn es ganz schnell gehen muss: der Highway to sell

Nicht alle Eigentümer sehen sich in der komfortablen Ausgangsposition, den eigenen Verkauf von langer Hand planen zu können. Manchmal muss es aus Alters- oder Krankheitsgründen ganz schnell gehen. Auch bei einem solchen »Emergency Exit« trägt die Analyse der strategischen Schlüsselbereiche dazu bei, die Verkaufbarkeit sicherzustellen und die Potenziale kurzfristiger Wertsteigerungsprogramme effizient einzusetzen. Trotz des Zeitdrucks kann so eine gute Transaktionssicherheit erzielt und das Verkaufsmultiple entsprechend erhöht werden.